28.09.2019

Das BSI hat speziell für kleine und mittlere Unternehmen eine IT-Notfallkarte veröffentlicht. Diese soll, ähnlich wie bei "Verhaltensregeln im Brandfall", Handlungsempfehlungen bei einem IT-Notfall (z.B. Cyberangriff, Serverausfall) geben.

Mit unserem Datenschutz Newsletter erhalten Sie aktuelle Informationen regelmäßig bequem in Ihr Postfach!

Jetzt anmelden

Der Server ist tot, der Computer plötzlich verschlüsselt oder ein wichtiger Dokumentenordner aus Versehen gelöscht worden. All das ist (leider) Alltag für die IT eines Untenehmens. Aber was tun "wenns brennt"?

Dieser Frage ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nachgegangen und hat eine einfache und hervorragende Lösung vorgestellt: die IT-Notfallkarte. 

In diese Karte wird einzig die IT-Notfallrufnummer eingetragen. Diese Telefonnummer ist im Ernstfall die Kontaktstelle für die Belegschaft.

Gleichzeitig bietet die Karte einen Leitfaden für die wichtigsten Angaben:
 

  • Wer meldet?
  • Welches IT-System ist betroffen?
  • Wie haben Sie mit dem IT-System gearbeitet?
  • Was haben Sie beobachtet?
  • Wann ist das Ereignis eingetreten?
  • Wo befindet sich das betroffene IT-System? (Gebäude, Raum, Arbeitsplatz)

Die ausgefüllte Notfallkarte sollte an allen zentralen Stellen ausgehängt werden, an denen Personen mit (insbesondere kritischen) IT-Systemen arbeiten.

Praktischerweise bietet das BSI das Muster der IT-Notfallkarte sowie weitere Anwendungsempfehlungen zum Download an.

Daniel Steffen ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter (DSB-TÜV) und Auditor (DSA-TÜV) und berät deutschlandweit Unternehmen in den Bereichen Datenschutz und Informationssicherheit.

Über den Autor

Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Basis der aktuell verfügbaren Literatur erstellt. Er dient als erste Einschätzung von potentiellen Problemen innerhalb der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Es wird darauf hingewiesen, dass viele der hier behandelten Probleme noch nicht abschließend, insbesondere durch höchstrichterliche Rechtsprechungen, geklärt wurden und teilweise auch noch keine Stellungnahmen der Landesdatenschutzbehörden vorliegen, weshalb zu einigen Punkten unterschiedliche Auffassungen vertreten werden. Ich übernehme daher keine Haftung auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass jeder Fall gesondert zu prüfen ist und keine individuelle Rechtsberatung ersetzt.


Weitere Artikel im Datenschutz-Blog

20.03.2020

In den vergangenen Tagen steigt die Zahl der mit COVID-19 infizierten Personen fast exponentiell. Betriebe werden aufgrund behördlicher Anordnungen geschlossen oder auf ein Minimum heruntergefahren. Wie können Arbeitgeber sich und Ihre Beschäftigten schützen und dürfen sie dazu Gesundheitsdaten ihrer Mitarbeiter verarbeiten?

Mehr erfahren ...
15.03.2020

Besprechungen werden abgesagt, Konferenzen verschoben - die Welt steht in Zeiten von Corona ein wenig still. Wie aber kann man sich trotzdem austauschen? Wie kann man schulen? Wie ein Bewerbungsgespräch führen? Videokonferenzen oder Onlinemeetings bieten eine einfache und effiziente Möglichkeit zum Austausch. Wir beleuchten die Auswirkungen auf den Datenschutz und stellen ein paar Tools vor. 

Mehr erfahren ...
10.02.2020

Die Aufsichtsbehörde in Bayern bleibt weiterhin aktiv. Im März sollen die nächsten Kontrollen anlassbezogen wie anlasslos in Unternehmen stattfinden.

Mehr erfahren ...
15.01.2020

Die Digitalisierung schreitet auch in den Büros immer weiter voran. Und mit ihr die Anforderungen eines örtlich ungebundenen Arbeitens. Wir nennen das gerne Telearbeit, mobiles Arbeiten oder Homeoffice. Viele Unternehmen sind diesen Schritt bereits gegangen oder stehen kurz davor. Technisch ist diese Art zu Arbeiten heute kein großes Problem mehr - im Bezug auf den Datenschutz ergeben sich jedoch einige Herausforderungen.

Mehr erfahren ...

Sie benötigen einen externen Datenschutzbeauftragten für Ihr Unternehmen?

 

Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns und fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.

Unverbindliches Angebot anfordern